Glühlampenverbot

Die europäische Kommission hat zum 1. September 2011 den Verkauf von 60 W Glühlampen verboten. Zum gleichen Tag kündigten die durch das Verbot begünstigten Hersteller von Energiesparlampen an, die Preise um 20-25 % zu erhöhen. Begründet wurde dieser Schritt mit gestiegenen Energie- und Einkaufskosten.

Es ist schon erstaunlich, wie sich 500 Millionen Bürger der Europäischen Union durch eine nicht demokratisch gewählte Kommission gängeln lassen. Es drängt sich einem der Eindruck auf, dass hier Politkommissare und Industrie in trauter Einheit ohne Rücksicht auf sonst vorgeschobene Umwelt und angeblich aus Energieeinsparungsgründen die Bürger schamlos zur Kasse bitten.

Und nicht nur das. Der Mensch ist in seiner Entwicklung unter dem Spektrum des Sonnenlichts gesund aufgewachsen. Bisher ist ausschließlich durch Glühprozesse erzeugtes Licht in der Lage, das Spektrum des Sonnenlichts nachzubilden. Es warnen zwar Wissenschaftler und Ärzte davor, den Menschen vom natürlichen Spektrum des Lichts weiter verstärkt abzukoppeln, zu interessieren scheint es jedoch kaum jemanden, der in unserem Lande politische Verantwortung trägt.

„Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“ Soweit der Amtseid.

Gilt das noch?

Auch am Beispiel dieses Glühlampenverbotes wird deutlich, dass wir uns immer mehr von der sozialen Marktwirtschaft verabschieden. Es ist geradezu ein Hohn, dass die Verfechter der Einführung von Energiesparlampen den Schutz der Umwelt in den Vordergrund heben und gleichzeitig hinnehmen, dass hochgiftige Inhaltsstoffe eben jene Umwelt und damit den Lebensraum auch des Menschen vergiften. Sozial ist das nicht.

Gleichzeitig werden die Gesetze des Marktes ad absurdum geführt. Es wird eben nicht darauf vertraut, dass der mündige Bürger frei entscheidet, welches Produkt er zu seiner Verwendung und zu welchem Preis erwirbt. Es wird ihm auch nicht überlassen zu entscheiden, ob er in einer gesunden oder durch hochgiftige Industrieprodukte belasteten Umwelt leben möchte. Marktwirtschaft nach Ludwig Erhard ist das auch nicht.

Es ist kaum noch verwunderlich, dass immer mehr Menschen in unserem Lande Politikverdrossenheit für sich resümieren und zunehmend die europäische Union infrage stellen. Mit einem Europa der Vaterländer, wie de Gaulle und Adenauer es einst wollten hat das alles nichts mehr zu tun.

Aufwachen. Die Marktmacht des Bürgers ist eindrucksvoll mit der zunächst gescheiterten Einführung von E10 demonstriert worden. Ich denke, dass nur mündig denkende und handelnde Bürger in der Lage sind, die Richtung der Entwicklung in unserem Lande und der Europäischen Union zu gestalten. Es nur der Politik zu überlassen wird nicht genügen.

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