Heizleisten

Bereits 1990 hatte ich mich nach alternativen Beheizungsmöglichkeiten für Wohngebäude umgesehen. Bei meinen Recherchen bin ich auf eine bayrische Firma gestoßen, welche so genannte Heizleisten angeboten hatte.

Heizleisten verlaufen ca. 6 cm oberhalb des Fußbodens auf der Scheuerleiste an den Außenwänden von zu beheizenden Räumen entlang. Sie bestehen in der Regel aus beripptem Kupferrohr und verlaufen in einer Halterung aus Holz oder Metall. Die gesamte, oftmals nur 10 cm hohe Konstruktion wird ebenfalls mit Holz oder Metall optisch ansprechend verkleidet.

Die Konstruktion ist unten und an der vorderen Oberseite offen. Hierdurch kann die durch das Heizrohr erwärmte Raumluft an der Wand aufsteigen. Diese Luft gibt an die Wandoberfläche ihren Energieinhalt ab. Die Wandoberfläche wird somit erwärmt und strahlt diese Wärme als milde Strahlungswärme in den Raum. Dies geschieht nicht so intensiv wie durch Kachel- oder Kaminöfen, prinzipiell jedoch genauso. Diese Wärmestrahlung erwärmt sämtliche Gegenstände im Raum und führt so zu einem milden, behaglichen und ausgeglichenen Raumklima.

Über diese Behaglichkeit hinaus bietet das System weitere entscheidende Vorteile. Neben einem wirtschaftlichen Materialverbrauch und ästhetisch ansprechender Gestaltung bewirkt diese Heizung eine gesunde trockene Bausubstanz. Trockene Wände bedeuten zum einen einen verringerten Wärmetransport nach außen und zum anderen können trockene und warme Wände nicht verschimmeln. Ein gesund gehaltenes Haus sorgt auf gleiche Weise für seine Bewohner.

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